Währenddessen bei der Haute Couture in Paris: Crystal Mesh
Paris, Haute Couture 2018. Ihr kennt doch diese transparenten oder hautfarbenen Stoffe, die in Abend- oder auch Eiskunstlaufkleider eingenäht werden, damit es nach nackten Schultern aussieht oder einem tiefen Dekolleté und trotzdem alles zusammenhält. Meist handelt es sich dabei um so genannten Mesh-Stoff, ein elastischer Tüll/Netzstoff. In der Haute Couture liebt man diesen Täuschungseffekt. Die Stoffe sind hier noch feiner, noch klarer und meist aus Seide.
Diese Saison ist der Verbrauch dieses hautnachahmenden Materials besonders hoch* und das, was die Designer, bzw. die Schneiderinnen mit ihnen anstellen, grenzt oft an handwerkliche Zauberei: Kleider wirken schwerelos. Manche schweben geradezu über den Laufsteg.
Diesen Trend brauchen wir nicht länger abtun als eine nette Spielerei für Reiche. Oder uns abgeben mit bestickten Tüllblusen. Im Gegenteil, wir können uns freuen auf raffiniertere Varianten im bezahlbaren Bereich. Denn das, was in der Haute Couture rauf und runter gefeiert wird, bringt Designteams weltweit ins Schwitzen. Vielleicht ist ja bei der Verarbeitung von elastischem Mesh-Stoff (er muss nicht immer pflaster- oder lachsfarben sein) noch Luft nach Iris van Herpen. Also ich käme in Versuchung.
Haut Couture frisch aus Paris
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Photo Credit: Catwalkpictures
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